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Polyurethane - 50 Jahre Chemie der Lackpolyisocyanate

Artikel adapiert aus einem Beitrag für die "Aktuelle Wochenschau" der Gesellschaft deutscher Chemiker

von Dr. Reinhard Halpaap, Dr. Ulrich Meier-Westhues und Dr. Frank Richter, Bayer MaterialScience AG

Die Polyurethanchemie begann 1937, als H. Rinke 1,6-Hexamethylendiisocyanat (HDI) herstellte und Otto Bayer (Abb. 1) das Diisocyanat-Polyadditionsverfahren entwickelte [1,2].

Erste Arbeiten in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zielten auf Polyurethanfasern, wenig später wurden erste Polyurethan-Schaumstoffe als neue Werkstoffe hergestellt. 1957, also vor 50 Jahren, wurden die ersten Polyurethan-Lacke erhalten, als Otto Bayer und seine Mitarbeiter erkannten, dass Alkydharze durch Modifizierung mit Diisocyanaten zu Beschichtungen mit deutlich verbesserten Eigenschaften führen. Der Durchbruch der Polyurethane im Lackbereich erfolgte, als monomerenarme, Polyisocyanate entwickelt wurden und in der Praxis Einzug fanden. Seit dieser Zeit verzeichnen Polyurethan-Lacke, auch bekannt unter dem
Synonym DD-Lacke (Desmodur® und Desmophen®), eine stürmische Marktentwicklung. Auch für die kommenden Jahrzehnte wird ein anhaltendes überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Die Ursache liegt in den großen Innovationsmöglichkeiten dieser Chemie.
    Abbildung 1: Prof. Otto Bayer,
    Erfinder der Polyurethan-Chemie



Literatur:
[1] DRP 728981 (1937) I. G. Farben; O. Bayer, Angew. Chem. 59, 257 (1947)
[2] D. Dieterich, Chemie in unserer Zeit, 24, 135 (1990)

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