Reaktive Polyurethan-Hotmelts werden hergestellt durch Umsetzung einer Mischung verschiedener (Polyester-)Polyole mit einem Überschuss einer Polyisocyanatkomponente. Man erhält dabei Isocyanat-terminierte Prepolymere mit einem NCO-Gehalt der typischerweise im Bereich von 2 – 5 % liegt.
Die reaktiven PUR Hotmelts kombinieren die Eigenschaften konventioneller Hotmelts mit den Vorteilen chemisch aushärtender Klebstoffe. Neben einer verbesserten Wärme- und Kriechbeständigkeit bieten sie insbesondere folgende Vorteile:
Lösemittelfreie Applikation
Moderate Viskosität bei Applikationstemperatur
Erhöhte Lösemittel- und Feuchtigkeitsbeständigkeit
Gute Haftung auf vielen Substraten
Hohe Anfangsfestigkeit
Bayer MaterialScience bietet eine breite Rohstoffpalette zur Herstellung solcher reaktiver PUR Hotmelts an.
Desmodur® Polyisocyanate und Desmodur E® Prepolymere
Aufgrund seines vergleichsweise niedrigen Dampfdrucks, auch bei hohen Applikationstemperaturen reaktiver Polyurethan Hotmelts (100 – 170 °C), wird in der Regel monomeres MDI bzw. modifiziertes MDI als Polyisocyanatkomponente eingesetzt.
Flüssig bei Raumtemperatur, enthält C3-Ether- und Urethangruppen
Für spezielle Anwendungen, insbesondere wenn lichtechte Klebstoffe benötigt werden, bietet Bayer MaterialScience eine breite Palette an Rohstoffen auf Basis aliphatischer Isocyanate an.
Zur Formulierung besonders emissionsarmer reaktiver Polyurethan Hotmelts hat Bayer MaterialScience spezielle Prepolymere entwickelt. Sie erlauben die Herstellung von Produkten mit Restmonomergehalten (Gehalt an nicht-Polymer-gebundenen Isocyanatbestandteilen) < 0,1 %. Diese Prepolymere gestatten es auch reaktive Polyurethan-Hotmelts zu produzieren, die nicht der zukünftig in Europa geltenden R40 Kennzeichnung von MDI-haltigen Produkten mit einem freien MDI Gehalt von > 1 % unterliegen.
Vorprodukt zur Herstellung monomerenarmer Hotmeltklebstoffe, Prepolymer auf Basis von 2,4'-MDI und einem kristallisierenden Polyester, bei Raumtemperatur fest