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Für die Herstellung der Polyisocyanathärter aus den monomeren Diisocyanaten sind vor allem Urethanisierung, Allophanatisierung, Biuretisierung sowie "Dimerisierung" und "Trimerisierung" von technischer Bedeutung. Ein prominentes Beispiel für die Urethanisierung als Modifizierungsreaktion ist der erste Vertreter der Lackpolyisocyanate überhaupt, das Desmodur® L (L steht dabei für ‚Lack'). Es wird aus einem aromatischen Diisocyanat, dem TDI, gewonnen. Die hieraus erhältlichen Beschichtungen weisen sehr gute mechanische und chemische Beständigkeitseigenschaften auf, sind allerdings wegen ihrer geringen Lichtechtheit nur auf ausgewählte Anwendungen z.B. im Innenbereich beschränkt.

Lacke und Beschichtungen auf Basis aliphatischer Polyisocyanate sind hingegen ausgezeichnet wetter- und lichtstabil und können universal genutzt werden. Der erste Vertreter dieser Polyisocyanatklasse war das Desmodur® N (N für "nicht vergilbend"). Die heute wohl wichtigsten Polyisocyanate für wetterbeständige Polyurethan-Beschichtungen sind das HDI-Biuret (z.B. Desmodur® N 75 BA) und das HDI-Isocyanurat (z.B. Desmodur® N 3390 BA) (Abb. 5).
Abbildung 5: HDI-Biuret (links) und -Isocyanurat (rechts) - idealisierte Strukturen
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